Eigentlich war mein Plan ja der, mit Dragon’s Dogma die Zeit bis zum Diablo 3 Release zu überbrücken.
Ich weiss jetzt nicht mehr ob ich bei der Vorbestellung neben der Kappe war, oder ob es an Blizzards/Capcoms Terminverschiebereien lag, jedenfalls kam das Spiel eine Woche nach der Veröffentlichung von D3.
An sich ist das Spiel angenehm anders, obwohl es japanische Entwickler sind sieht es aus wie ein westliches RPG.
Das Spiel ist anfangs etwas sperrig und es dauert ein wenig bis man sich zurechtfindet, auch ist der Schwierigkeitsgrad relativ hoch, das wird Leute die gerade von einem Dark Souls kommen sicherlich langweillen, verglichen mit Skyrim ist da aber schon ein Unterschied.
Es gibt Tag und Nachtwechsel, und in der Nacht ist es erstmal dunkler, und gefährlicher.
Man hat zwar eine Lampe dabei, aber dafür benötigt man Öl, und dies muss gekauft oder gefunden werden. Die Kämpfe setzen grundsätzlich ein wenig Taktik voraus, so oft wie in Dragon’s Dogma bin ich im letzten halben Jahr in keinem Spiel gestorben.
Und es hat ein paar echt nette neue Konzepte, zum Beispiel das Gruppensystem.
Man kann 3 Begleiter mitnehmen, davon ist einer der Hauptvasalle, diesen kann man über einen editor wie die eigene Figur erstellen.
Daneben hat man noch 2 Nebenvasallen dabei, die aber die Hauptvasallen von anderen Spielern sein können, denn jeder Hauptvasall kann über XBOX Live von einem anderen Spieler als Nebenvasalle mitgenommen werden, dafür kann er Items mitbekommen und er hat dann später Informationen über Quests die er in dieser Zeit erlebt hat. Davon bekommt man natürlich selber im Spiel erstmal gar nichts mit, immer wenn man in einem Gasthaus übernachtet kann es passieren dass der Hauptvasalle ankommt und einem mitteilt dass er zwischenzeitlich was anderes erlebt hat.
Ein Spielkonzep welches mir völlig neu ist welches ich aber ziemlich genial finde.
Doch da kommt auch schon der erste Kritikpunkt:
Man ist so mutig und führt dieses System ein, warum gibt es dann nicht gleich die Möglichkeit dass man das Spiel in einem Koop Modus bestreitet?
Das wäre dann schon fast so etwas wie ein MMO-Light und zumindest auf Konsolen etwas besonderes.
Jetzt mag sich dieser Punkt vielleicht noch mit Beschränkungen die Konsolen so mit sich bringen erklären lassen, es gibt im Spiel noch zwei andere grobe Böcke die einfach nicht hätten sein müssen.
Da wäre zunächst das fehlende Reisesystem.
Es gibt im Spiel die Möglichkeit zur Hauptstadt zu porten, allerdings hat man trotzdem noch minutenlange Wege zurückzulegen, die dann irgendwann einfach langweillig werden, und gefährlich!
Denn das gröbste Problem welches das Spiel hat ist das Speichersystem, es gibt nur einen Spielstand.
Das verstehe ich im Jahre 2012 nun wirklich nicht mehr, bei Ultima 1 konnte man auch schon frei speichern.
Grafisch ist es für ein XBOX Spiel ok, aber kein Vergleich zu Skyrim, aber definitiv eine Empfehlung  wert.