Lustig finde ich es, wenn in der Spielebranche bestimmte Legenden Spiele ankündigen, und jeder glaubt, das Spiel müsste dann der Hit werden, einfach nur weil eben diese oder jene Person daran beteilligt ist.
Erstes Beispiel war Peter Molineux mit seinem Black & White.
Kein schlechtes Spiel, auch The Movies war nicht mies, und Fable sogar grandios, den Vorschußlorbeeren die der Mann wegen einem Popolous oder Powermonger hatte konnte allerdings keines der Spiele gerecht werden.
Ähnliches gilt für Flagship Studio mit Bill Roper.
Jeder hat gemeint, Hellgate London muss genauso gut und fesselnd werden wie einst Diablo 2, sind ja fast die selben Leute.
Ironischerweise schafft es das kostenlose Mythos in der BETA Phase schon viel mehr, das Diablo Feeling einzufangen als es das hakelige und in meinen Augen stink langweillige Hellgate London jemals können wird.
Und dann gibts da ja noch Richard Gariott mit seinem Tabula Rasa, von dem man ja fast schon angenommen hat, es werde die mmo-Szene revolutionieren.
Na gut das Spiel ist erfrischend anders und mal was neues, aber nach einem Monat stumpfsinnig und furchtbar eintönig.
Das merken leider auch die Spieler, in der Koreantimes gibt es einen haarsträubenden Bericht über NCSoft und Tabula Rasa zu lesen, demnach soll die Entwicklung(von R.G. mehrmals komplett überworfen und neu ausgerichtet) „100billion won“ was eine Milliarde KWN sind umgerechnet ca 72Millionen € gekostet haben, eingebracht hat es bisher aber nur 5 Milliarden KWN(3,6Millionen Euro), vorrausgesetzt ich rechne das richtig um (billion=milliarden, Umrechnungskurs usw…) ist das schon krass.
Richard Gariott ist mittlerweile nicht mehr der Chef von der amerikanischen NCSoft Abteilung sondern arbeitet daran den Service zu verbessern und an seiner Weltraumtouristen-Ausbildung…..
Die ganze Situation mag für die Anhänger der einzelnen Spiele, und für alle die den Vorausbeweihräucherungen eben wegen dieser Prominenz glauben geschenkt haben, und sich zu einer Vorbestellung hinreisen haben lassen, zwar tragisch sein, es zeigt aber sehr schön daß es in der Spielebranche eben nicht so einfach ist wie im Musikgeschäft, wo das richtige Gesicht auf dem Cover alles verkaufen kann.
Und manche Spielelegende muss wohl für sich akzeptieren, daß die Welt sich inzwischen weitergedreht hat.